Was versteht man unter räumlicher Sicherung in der IT-Security?;Räume mit IT-Infrastruktur müssen physikalisch abgeschlossen und der Zugang kontrolliert werden, um Diebstahl und Manipulation zu verhindern. Welche Gefahr besteht bei physischem Zugriff auf Netzwerkkomponenten wie Switche?;Unbefugte könnten Daten entnehmen oder Konfigurationsänderungen vornehmen. Was ist eine effektive Maßnahme der physikalischen Zugriffssicherung bei Festplatten?;Die Nutzung von Wechselrahmen oder externen Festplatten, die bei Abwesenheit an einem sicheren Ort eingeschlossen werden. Was bedeutet „Cyber Security Awareness“?;Das Bewusstsein und Verständnis von Mitarbeitern hinsichtlich digitaler Bedrohungen und Risiken sowie das Wissen um Schutzmaßnahmen. Nennen Sie drei Methoden zur Steigerung der Awareness.;Schulungen/Workshops, simulierte Phishing-Angriffe, Informationskampagnen. Was ist das Ziel von simulierten Phishing-Angriffen?;Mitarbeiter für Phishing-Gefahren zu sensibilisieren und das Erkennen solcher E-Mails zu trainieren. Ist das Versenden von Phishing-E-Mails grundsätzlich legal?;Nein, es ist strafbar, es sei denn, es geschieht im Rahmen genehmigter Sicherheitstests (Simulationen). Welches Tool wird im Lehrbrief für Phishing-Simulationen beispielhaft genannt?;Gophish. Was sind die Schritte einer Informationskampagne zur Security?;Zielgruppenanalyse, Zielsetzung definieren, Strategie entwickeln, Inhalte erstellen, Durchführung, Erfolgsmessung. Welche technologischen Lösungen unterstützen die Awareness?;SIEM-Systeme, Endpoint Protection, Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). Wie lang sollte ein sicheres Passwort laut Lehrbrief mindestens sein?;Mindestens 12 Zeichen, empfohlen werden 16 oder mehr. Welche Zeichentypen sollte ein komplexes Passwort enthalten?;Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Was besagt die Regel zur „Einmaligkeit“ bei Passwörtern?;Ein Passwort darf nicht für mehrere Konten oder Dienste wiederverwendet werden. Wie oft sollten Passwörter laut Empfehlung geändert werden?;Regelmäßig, z. B. alle 1 bis 6 Monate. Was sollte nach mehrfacher fehlerhafter Passworteingabe geschehen?;Eine Sperrung des Accounts, die nur vom Administrator aufgehoben werden kann. Nennen Sie drei Beispiele für unsichere Passwörter.;„123456“, „password“, Geburtsdaten, Namen von Angehörigen. Was ist ein Token in der IT-Sicherheit?;Ein digitales oder physisches Sicherheitselement (Gerät oder Software) zur Authentifizierung und Identitätsverifikation. Was ist ein OTP-Token?;Ein Token, der ein Einmal-Passwort (One-Time-Password) generiert. Was ist der Unterschied zwischen TOTP und HOTP?;TOTP ist zeitbasiert (Time-based), HOTP ist ereignisbasiert (Event-based/Zähler). Was ist eine Smart-Card?;Eine Plastikkarte mit integriertem Chip zur sicheren Authentifizierung und Datenspeicherung. Welche Arten von Smart-Cards gibt es bezüglich der Schnittstelle?;Kontaktkarten, kontaktlose Karten (RFID/NFC), Dual-Interface Karten. Definieren Sie „Biometrie“ im Kontext der IT-Sicherheit.;Die quantitative Analyse biologischer Merkmale oder Verhaltensweisen zur Identifikation oder Verifikation von Personen. Was bedeutet „Biometrik“?;Das automatisierte Messen eines oder mehrerer spezifischer Merkmale eines Lebewesens. Nennen Sie vier der sieben Anforderungen an biometrische Merkmale.;Universalität, Einzigartigkeit, Permanenz, Erfassbarkeit, Akzeptanz, Reduzierbarkeit, Zuverlässigkeit. Was versteht man unter „Enrollment“ in der Biometrie?;Den Registrierungsprozess, bei dem biometrische Merkmale erfasst und als Referenzdatensatz (Template) gespeichert werden. Was ist ein „Template“?;Ein gespeicherter Referenzdatensatz der extrahierten biometrischen Merkmale. Was ist der Unterschied zwischen Identifikation und Verifikation?;Identifikation ist ein 1:n-Vergleich (Wer ist das?), Verifikation ist ein 1:1-Vergleich (Ist er es?). Was bezeichnet die FAR (Falschakzeptanzrate)?;Die Häufigkeit, mit der unberechtigte Personen fälschlicherweise akzeptiert werden (Sicherheitsrisiko). Was bezeichnet die FRR (Falschrückweisungsrate)?;Die Häufigkeit, mit der berechtigte Personen fälschlicherweise abgewiesen werden (Komfortproblem). Was ist die EER (Equal Error Rate)?;Der Punkt, an dem FAR und FRR gleich groß sind; ein Maß für die Güte eines biometrischen Systems. Was bezeichnet FTE (Failure to Enroll)?;Den Anteil an Personen, deren Merkmale nicht vermessen werden können (z. B. wegen fehlender Fingerkuppen). Welches sind die fünf Basiskomponenten eines biometrischen Systems?;Datenerfassung (Sensor), Datenübertragung, Signalverarbeitung, Datenspeicherung, Entscheidungsstufe. Wie funktioniert die Lebenderkennung beim Fingerabdruck?;Z. B. durch Messung der arteriellen Sauerstoffsättigung (Pulsoxymetrie) oder Temperatur, um Attrappen zu erkennen. Welche biometrischen Merkmale nutzt die Handgeometrie?;Länge, Breite, Höhe und Krümmung der Finger und Handfläche. Warum gilt die Iriserkennung als sehr sicher?;Die Irisstruktur ist extrem komplex, einzigartig (auch bei Zwillingen) und ändert sich nach der Geburt kaum noch. Was wird beim Retina-Scan erfasst?;Das Adernmuster der Netzhaut im Augeninneren mittels Infrarot. Welche Verfahren werden zur Gesichtsentdeckung genutzt?;Farbanalyse, Bewegungsanalyse, Template Matching. Was ist „Eigenface“ in der Gesichtserkennung?;Ein holistischer Ansatz, bei dem Unterschiede von Gesichtern durch Projektion übereinander hervorgehoben werden. Was ist ein Vorteil der Venenerkennung?;Das Venenmuster liegt im Körperinneren, ist schwer zu fälschen und unempfindlich gegen Oberflächenschmutz. Was ist der Unterschied zwischen textabhängiger und textunabhängiger Spracherkennung?;Bei textabhängiger muss ein bestimmter Satz gesprochen werden; bei textunabhängiger wird das gesamte Vokabular analysiert. Welche Merkmale werden bei der Unterschriftenerkennung (dynamisch) analysiert?;Schreibdruck, Geschwindigkeit, Beschleunigung, Luftbewegungen (Absetzen). Was analysiert die Erkennung des Tippverhaltens?;Anschlagdauer, Zeit zwischen Tastenanschlägen, Tippfehlerhäufigkeit. Was ist das Ziel der Gangerkennung?;Identifikation von Personen aus der Distanz anhand ihres Bewegungsmusters. Was ermöglicht die Schnittstelle „BioAPI“?;Die Schaffung multimodaler Systeme und die Kompatibilität verschiedener biometrischer Geräte und Software. Was sind die drei Faktoren der Authentifizierung?;Wissen (z. B. Passwort), Besitz (z. B. Token), Biometrie (z. B. Fingerabdruck). Was ist Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)?;Die Nutzung von zwei verschiedenen Faktoren aus den Kategorien Wissen, Besitz oder Biometrie zur Anmeldung. Warum ist MFA sicherer als ein Passwort allein?;Wenn ein Faktor (z. B. Passwort) kompromittiert wird, verhindern die weiteren Faktoren den unbefugten Zugriff. Was ist Kryptografie?;Die Wissenschaft der Verschlüsselung von Informationen zum Schutz vor unbefugtem Zugriff. Erklären Sie symmetrische Verschlüsselung.;Derselbe Schlüssel wird sowohl zum Verschlüsseln als auch zum Entschlüsseln verwendet (z. B. AES). Erklären Sie asymmetrische Verschlüsselung.;Es wird ein Schlüsselpaar verwendet: ein öffentlicher Schlüssel zum Verschlüsseln und ein privater Schlüssel zum Entschlüsseln (z. B. RSA). Welchen Schlüssel nutzt Alice, um eine Nachricht vertraulich an Bob zu senden (asymmetrisch)?;Bobs öffentlichen Schlüssel. Welchen Schlüssel nutzt Bob, um die Nachricht von Alice zu entschlüsseln?;Seinen eigenen privaten Schlüssel. Wozu dient eine digitale Signatur?;Zur Sicherstellung der Authentizität (Absender ist echt) und Integrität (Nachricht unverändert) einer Nachricht. Welchen Schlüssel nutzt Alice, um eine Nachricht digital zu signieren?;Ihren eigenen privaten Schlüssel. Was ist eine PKI (Public Key Infrastructure)?;Ein System zur Ausgabe und Verwaltung digitaler Zertifikate und Schlüssel zur Absicherung von Kommunikation. Was ist die Aufgabe einer CA (Certification Authority)?;Sie validiert Identitäten und stellt digitale Zertifikate aus. Was ist die Aufgabe einer RA (Registration Authority)?;Sie prüft die Identität des Antragstellers vor der Zertifikatsausstellung und leitet den Antrag an die CA weiter. Was versteht man unter „Härtung von Systemen“ (System Hardening)?;Maßnahmen zur Reduzierung der Angriffsfläche eines Systems, z. B. durch Entfernen unnötiger Software. Nennen Sie drei Maßnahmen zur Härtung einer Workstation.;Keine Admin-Rechte für Nutzer, Deaktivierung von AutoPlay, Festplattenverschlüsselung. Was ist „End-Point Security“?;Überprüfung des Sicherheitszustands (Updates, Virenscanner) eines Geräts, bevor es Zugriff auf das Netzwerk erhält. Was ist ein Full Backup (Vollständiges Backup)?;Die Sicherung aller ausgewählten Daten; bietet höchste Sicherheit, dauert aber am längsten. Was ist ein Inkrementelles Backup?;Sicherung nur der Daten, die sich seit dem letzten Backup (egal welchen Typs) geändert haben. Was ist ein Differenzielles Backup?;Sicherung aller Daten, die sich seit dem letzten vollständigen Backup geändert haben. Was ist Spiegelung (Mirroring) beim Backup?;Eine Echtzeit-Kopie der Daten auf einem separaten System (schützt nicht vor versehentlichem Löschen). Was ist die 3-2-1-Regel (impliziert bei Backup-Strategien)?;3 Kopien, 2 verschiedene Medien, 1 Kopie an einem externen Ort. Warum sind Offline-Backups wichtig gegen Ransomware?;Weil Ransomware auch verbundene Netzlaufwerke verschlüsseln kann; Offline-Medien sind nicht erreichbar. Was ist ein Notfallplan (Disaster Recovery Plan)?;Ein Dokument, das Maßnahmen beschreibt, um IT-Systeme nach einem Ausfall schnell wiederherzustellen. Nennen Sie drei Inhalte eines Notfallplans.;Kontaktliste, Wiederherstellungsverfahren, Kommunikationsplan. Was versteht man unter einem „Signaturen-basierten“ Virenscanner?;Er sucht nach bekannten Mustern (Fingerabdrücken) von Viren in Dateien. Was macht die „Heuristische Analyse“ bei Virenscannern?;Sie analysiert Code auf verdächtige Merkmale, um unbekannte Viren zu finden. Was ist die „Verhaltensbasierte Erkennung“ bei Virenscannern?;Überwachung aktiver Programme auf verdächtige Aktionen (z. B. massenhaftes Verschlüsseln) in Echtzeit. Was ist der Vorteil von cloud-basierten Virenscannern?;Schnellere Erkennung neuer Bedrohungen durch Echtzeit-Abgleich mit einer zentralen Datenbank. Was sind „Minutien“ beim Fingerabdruck?;Charakteristische Merkmale wie Linienenden, Gabelungen oder Punkte in den Papillarlinien. Welche Technologie wird im deutschen E-Reisepass verwendet?;RFID (Radio Frequency Identification). Welche biometrischen Daten sind im aktuellen Personalausweis/Reisepass gespeichert?;Gesichtsbild und (optional/verpflichtend je nach Version) Fingerabdrücke. Was ist ein Nachteil der Handgeometrie-Erkennung?;Geräte sind oft groß und es ist kein berührungsloses Verfahren (Hygiene). Wie unterscheidet sich die Retina von der Iris?;Iris ist der sichtbare farbige Ring; Retina ist die Netzhaut im Augeninneren. Was ist ein „Replay-Angriff“ bei biometrischen Systemen?;Das Einspielen zuvor aufgezeichneter Daten (z. B. Stimmenaufnahme) zur Überlistung des Systems. Warum ist die Tastatur beim Tippverhalten ein Vorteil?;Es ist keine zusätzliche spezielle Hardware (wie Scanner) nötig. Was ist der Unterschied zwischen „Wissen“ und „Besitz“ bei der Authentifizierung?;Wissen ist etwas im Gedächtnis (Passwort), Besitz ist ein physischer Gegenstand (Karte, Handy). Was ist AES?;Advanced Encryption Standard – ein symmetrisches Verschlüsselungsverfahren. Was ist RSA?;Rivest-Shamir-Adleman – ein asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren. Welches Ziel verfolgt die „Reduzierung der Angriffsfläche“?;Weniger installierte Dienste/Software bedeuten weniger potenzielle Sicherheitslücken. Was ist ein „Change Management“ nach ITIL im Kontext der Server-Härtung?;Kontrollierte und dokumentierte Durchführung von Änderungen am System zur Vermeidung von Fehlern. Warum sind Voreingestellte Passwörter ein Risiko?;Sie sind oft öffentlich bekannt und leicht zu erraten. Was versteht man unter „Social Engineering“ im Kontext von Phishing?;Die Manipulation von Menschen, um an vertrauliche Informationen zu gelangen. Was ist der Zweck eines „Certificate Directory Service“?;Ein öffentliches Verzeichnis zum Suchen und Überprüfen von Zertifikaten. Wie hilft ein Proxy-Server bei der Workstation-Sicherheit?;Er kann Inhalte filtern (Content Scanning) und den direkten Internetzugriff steuern. Was ist die „Nutzerausfallrate“?;Der Anteil der Nutzer, die das biometrische System nicht nutzen können (z.B. wegen fehlender Merkmale). Was ist ein „Cold Site“ (impliziert bei Notfallplänen)?;Ein Ausweichstandort ohne vorinstallierte Hardware (im Gegensatz zu Hot Site). Warum ist Datenschutz bei Biometrie kritisch?;Biometrische Merkmale sind personenbezogen und können bei Diebstahl nicht „geändert“ werden wie ein Passwort. Welche Rolle spielt die „Akzeptanz“ bei biometrischen Merkmalen?;Nutzer müssen bereit sein, das Merkmal preiszugeben (z. B. geringe Akzeptanz bei Retina-Scan wegen Nähe). Was ist ein „Brute Force Angriff“ auf Passwörter?;Das systematische Ausprobieren aller möglichen Zeichenkombinationen. Was ist der Vorteil von Inkrementellen Backups gegenüber Vollen Backups?;Sie benötigen weniger Speicherplatz und sind schneller erstellt. Wann ist ein Differenzielles Backup sinnvoll?;Wenn eine schnellere Wiederherstellung als beim inkrementellen Backup gewünscht ist. Was beschreibt die „Integrität“ in der Kryptografie?;Die Sicherstellung, dass Daten während der Übertragung nicht unbemerkt verändert wurden. Was ist ein „Rootkit“ (im Kontext von Malware)?;Schadsoftware, die sich tief im System versteckt und administrativen Zugriff ermöglicht. Was sollte ein Notfallplan für den Fall einer Naturkatastrophe vorsehen?;Einen Alternativstandort und Offsite-Backups.