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rating-fachkraft:kreditwesengesetz [2016/09/07 11:27] (aktuell)
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 +===== Kreditwesengesetz =====
  
 +Wegen der großen volkswirtschaftlichen Bedeutung des Kreditgewerbes ​
 +wurden in Deutschland für diesen Sektor bereits 1934 besondere ​
 +gesetzliche Bestimmungen erlassen. In Grundzügen hat auch das 
 +Kreditwesengesetz (KWG) aus dem Jahre 1961 noch Bestand. Sein 
 +Hauptzweck ist die Sicherung und Erhaltung der Funktionsfähigkeit des 
 +Kreditgewerbes. Deshalb unterliegen grundsätzlich alle Kreditinstitute ​
 +seinen Vorschriften;​ auf deren Einhaltung achtet das Bundesaufsichtsamt ​
 +für das Kreditwesen in Berlin, das hierbei eng mit der Bundesbank ​
 +zusammenarbeitet. ​
 +
 +Die zentralen Bestimmungen des KWG fordern von den Banken ein 
 +angemessenes haftendes Eigenkapital als Schutz für die Gläubiger. ​
 +Andererseits muss die Vermögensanlagepolitik auf eine ausreichende ​
 +Liquiditätsvorsorge achten, damit jederzeit Zahlungsbereitschaft gesichert ​
 +ist. Anhand von "​Grundsätzen"​ wird festgestellt,​ ob diese Anforderungen ​
 +erfüllt sind. Darüber hinaus sind Großkredite – das sind Kredite, die 15 % 
 +des haftenden Eigenkapitals einer Bank übersteigen – der Bundesbank ​
 +anzuzeigen. ​
 +
 +Alle Großkredite zusammen dürfen das Achtfache des Haftungskapitals ​
 +nicht überschreiten,​ auch so genannte Millionenkredite sind grundsätzlich ​
 +der Bundesbank zu melden. Um neuen Entwicklungen Rechnung zu 
 +tragen, müssen die Bestimmungen des Gesetzes immer wieder angepasst ​
 +werden. Nicht geregelt ist im KWG, wie Kundeneinlagen im Falle von 
 +Schwierigkeiten eines Instituts gesichert werden. Diese Aufgaben ​
 +übernehmen die einzelnen Bankgruppen in eigener Verantwortung. Bei 
 +den privaten Kreditinstituten ist der einzelne Einleger (ausgenommen: ​
 +Banken) durch den Einlagensicherungsfonds bis zu 30 % des haftenden ​
 +Eigenkapitals der jeweiligen Bank gesichert (Einlagensicherung). ​
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 +[[http://​www.fernschule-weber.de/​lehrgang/​rating/​index.htm| >>​Weiterbildung Rating-Fachkraft IHK<< ]]